Was man schon immer mal haben wollte/sollte
Musik, Wiederentdeckungen
Robin Thicke
The Evolution Of Robin Thicke
(interscope/universal)
Noch gar nicht lange her, da war Robin Thicke ein New Yorker Fahrradkurier mit Grunge-Frise, der seinen IPod zu laut gestellte hatte und sich auch sonst kaum beherrschen konnte.
Das war 2002. Drei Jahre und mindestens einen Friseurbesuch später sah Thicke dann plötzlich aus wie der Coca-Cola-Man mit einem Abschluss in Astrophysik. Das fand Paula Patton, zunächst noch Cover-Model für das Thicke Debut, inzwischen aber schon Ehefrau und Mutter in spe, auch. Und Thicke, die erste ernst zu nehmende Blue Eyed Soul Hoffnung nach Remy Shand, fängt mit dem Aufhören gar nicht erst an. Das zweite Album unter eigenem Namen veröffentlichte der eigentlich als Songwriter für Pop'n'B-Größen wie Christina Aguilera, Usher, Brandy und sogar Michael Jackson berühmt-berüchtigte Kaukasier schon im Früh-Herbst des Jahres 2006; aber erst nach ausschweifenden Tourneen als Warm-Up-Act für unter anderen India.Arie, John Legend und Beyoncé setzte das Werk zum kommerziellen Höhenflug an.
Dank der drei extrem erfolgreichen Singles Wanna Love U Girl, Lost Without U und Can U Believe ist The Evolution Of Robin Thicke ein inzwischen mit Platin ausgezeichneter weltweiter Verkaufsschlager. Sein Vorteil: was sonst schnell in Richtung Kitsch und Schmalz driftet, klingt bei Thicke schlicht aufgeräumt, elegant und sexy. Simpel, aber nicht einfach. Der smarte Sänger, zu dessen Vorbildern unüberhörbar auch die Motown-Troika Wonder, Gaye und Jackson gehört, macht Lust auf mehr. Genauer: viel mehr! Thicke for Resident!
weitere Wiederentdeckungen
Bettye Lavette: "The Scene Of The Crime"
Tegan and Sara: "The Con"
The Postal Service: "Give Up"


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