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Was man schon immer mal haben wollte/sollte

Musik, Wiederentdeckungen

Pharoahe Monch

Desire

(src/universal)

Troy Donald Jamersons Friseur hatte einfach keinen guten Tag. Und so ehrlich wie Kinder nun mal sind, hatte Troy schnell seinen Spitznamen weg: Monchichi. In der Pubertät verkürzte sich das Ganze auf Monch und nachdem er seinen damals zukünftigen HipHop-Bruder Prince Po getroffen hatte, brauchte auch Monch einen Titel - er ernannte sich zum Pharao.

Ob Monch vom Überraschungserfolg seines Solo-Debuts, der zu großen Teilen von den beiden Singles Simon Says und The Light geschultert wurde, überrannt wurde, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Den Nachfolger in den Händen haltend, geht dem Rezensenten nur eine einzige Frage durch den Kopf: warum hat sich Ausnahme-Talent Monch mit der Veröffentlichung nur acht Jahre Zeit gelassen? Der Alain Prost unter den amerikanischen Emcees ist nicht nur gesegnet mit einem außergewöhnlich distinkten und gleichermaßen sympathischen Organ - Monch ist Panta Rhei in Rapform. Monch reimt nicht einfach nur über den Beat, Monch macht Rhythmus-Poesie. Monch macht müde Massen munter.

"I am the poetical pastor - Slave to a label but I own my masters - Still get it poppin' without artist & repertoire - cause monch is a monarch only minus the A&R - Euer Ehren, Hohes Gericht - keine weiteren Fragen mehr?

 



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