Sie befinden sich in: Startseite > Magazin > Musik > Neuerscheinungen > Artikel
InsiderFashion ClipsMusik
BuyVIP Musik

Was hört der Musik-Fan morgen

Musik, Neuerscheinungen

Andrew Bird

Armchair Apocrypha

(fat possum)

Andrew Bird ist kein komischer Vogel.

Der Bowl of Fire Gründer und Halbtags-Mitglied der Squirrel Nut Zippers ist Kunstpfeifer, Pop-Violinist und ein hervorragender Sänger. Mag sein, dass diese Umstände den Chicagoan für ein oder zwei Schubladen unterhalb der Musikalischer Kauz-Kategorie prädestinieren. Tatsächlich aber bleibt nach dem ersten Hördurchgang von Armchair Apocrypha nur ein einzige Frage offen: warum haben der und Leslie Feist noch nicht geheiratet?

 

Sukzessive, aber mit schöner Regelmäßigkeit erweitert Bird sein sonisches Betätigungsfeld. Die Ausweitung der Klangzone von Veröffentlichung zu Veröffentlichung machte Bird nicht nur Freunde. Die allerwenigsten sicherlich in den Marketing-Abteilungen der insgesamt vier Labels, die er mit seinen inzwischen sechseinhalb Scheiben im Album-Format durch hat. Allen mehr Musik- und weniger Markt-Interessierten und -Begeisterten konnte es fast egal sein - so lange Bird überhaupt veröffentlicht werden konnte. Armchair Apopkryphy erscheint auf Fat Possum und darf als die reifste Leistung des Mannes mit den markanten Gesichtszügen gelten. Mit der Hilfe seines Bowl of Fire Kumpanen Kevin O'Donnell, sowie Chris Morrisey und Martin Dosh gelingt Bird auf Armchair Apokraphy das schier unmögliche. Schwelgerischer Fast-Baroque a la Rufus Wainwright fusioniert mit Beck-ähnlicher Kleinst-Zirkus-Kunst. Geigen- und Glockenspiel-Loops treffen auf Fender-Rhodes-Wärme und die DIY-Attitüde flirtet mit einer der besten Studio-Abmischungen aus den letzten Jahren. "Plasticities" und "Armchairs" sind nur der Anfang. Hören und Haben-Wollen!

 

Foto: Cameron Wittig



weitere Neuerscheinungen

Bajofondo:

Mar Dulce

Andrew Bird:

Armchair Apocrypha

Ghostface Killah:

The Big Doe Rehab


Zum Archiv